Tja – das Thema Rechtssicherheit im Onlineshops ist leider sehr komplex – gerade in Deutschland – oft hat man das Gefühl vieles sei bei uns etwas überreguliert und kaum zu durchblicken.
Wer ohne einen Anwalt mit seinem Online-Shop an den Start gehen möchte setzt sich oft einem großen Risiko aus – unser Gesetz bietet doch zuviele Fallstricke und wer selbst bei der Widerrufsbelehrung Hand anlegt oder seine AGB selber schreiben möchte macht sich anfällig für eine Abmahnung die mitunter nicht ganz billig sein kann.
Das Bundesministerium der Justiz bietet nun auf einer Webseite eine Musterwiderrufsbelehrung an – der man zwar nicht unbedingt zu 100% vertrauen sollte (auch der Gesetzgeber selber durschaut sein Regelwerk ja nicht immer), die man aber zumindest als Vorlage zur Ausarbeitung der eigenen Widerrufsbelehrung heran ziehen kann.
Ein Blick auf diese Seite lohnt sich also in jedem Fall.
Schon wieder soll es hier um die URLs gehen – genauer gesagt um deren Eindeutigkeit und die Indizierung dieser durch die Suchmaschinen. Gerade bei größeren Seiten kann es durchaus schwierig sein immer eindeutige URLs zu haben – es ist durchaus denkbar, dass ein und diesselbe WebSeite über mehrere URLs erreichbar ist – dies kann aus mehreren Gründen (kompliziert) der Fall sein – denken wir zum Beispiel nochmal an den Post vom 21.01.2010 und das Mehrsprachigkeitsproblem. Ebenso könnten Mehrdeutigkeiten wegen verschiedenartiger Navigationen (über Kategorien, Tags, Archive, etc…) auftreten.
Das Problem das dabei entsteht ist, dass sich die URLs (obwohl sie auf die gleiche Seite verweisen) gegenseitig die Linkpower klauen – dublicate Content ist entstanden und dieser soll ja bekanntlich vermieden werden.
Das Canonical Tag liefert hier Abhilfe – so kann man der Suchmaschine mitteilen, welches denn nun die zu indizierende Haupseite (auch für Unterseiten anwendbar) sei. Dafür müssen wir nicht viel tun außer das folgende Tag in den header unserer Seite schreiben:
In diesem Beispiel von der Offiziellen Google Seite werden folgende Links alle auf das Hauptcanonical:
http://www.example.com/product.php?item=swedish-fish
indiziert.
http://www.example.com/product.php?item=swedish-fish&category=gummy-candy
Das unsere Welt in ständigem Wandel ist, ist nun keine weltbewegende Neuigkeit. Das Social Media allerdings die wohl am schnellsten eintretende Veränderung für Menschen und Märkte mit sich bringt und viel schneller wächst als jedes andere davor dagewesene Massenmedium wie Fernsehen oder Radio ist doch sehr bemerkenswert. Dies hat unter anderem zur Folge dass Kunden sich heute anders verhalten: Meinungen über Produkte werden heute größtenteils nicht mehr über Werbung sondern über Rezensionen und Bewertungen von anderen Kunden gebildet – so schaut man zum Beispiel doch gerne zunächst bei Amazon nach was andere Kunden zum gewünschten Produkt gesagt haben und welche Bewertung sie abgegeben haben. Fällt die Bewertung hier schlecht aus, sehen auch die Absatzzahlen des Produkts schlecht aus.
Dies ist aber nur ein Faktor wie Social Media die Welt verändert.
In dem folgenden Film vom Michael Ehlers Verlag werden einige der Veränderungen die Social Media mit sich bringt dargestellt:
Ein komplexes Thema ist für viele Suchmaschinenoptimierer das Thema doppelter Content (Inhalt). Oft sind Seiten – im Speziellen wenn Sie mit einem CMS (Wordpress ist hier sehr anfällig) umgesetzt worden sind davon betroffen: Identische Seiten können über mehrere URLs erreicht werden – (Man beachte ich spreche hier nur von Interner Verlinkung – von außen dürfen es ja nicht genug Seiten sein die auf eine Seite verlinken) dies ist oft der Fall wenn so genannte SEO-Plugins eingesetzt werden. So genannter doppelter Content ist natürlich grundsätzlich schlecht! Woher soll die Suchmaschine wissen welches nun die Hauptseite ist die im Index erscheinen soll? Wie wird vermieden dass Seiten doppelt vorliegen und sich somit gegenseitig den Linkjuice klauen?
Die eleganteste Möglichkeit ist es natürlich darauf zu achten, dass es keine verschiedenen URLs gibt, die auf ein und dieselbe Seite verweisen – wenn das nicht möglich ist oder der Programmierer einfach überfordert ist kann man unserer Lieblinssuchmaschine Google auch beibringen einige Parameter zu ignorieren und somit gewisse URLs gar nicht mehr als verschieden aufzufassen. Zum besseren Verständnis ein Beispiel:
Sagt man nun Google es solle den Parameter “language” einfach ignorieren ist das Problem gelöst! Es können bis zu 15 Parameter gesetzt werden – dies geschieht in der Google Webmaster Zentrale.
1. Bei Google anmelden
2. Webmaster Zentrale ansurfen
3. Wählen Sie Ihre Seite im Dashboard aus
4. Klicken Sie auf Webseiten-konfiguration
5. weiter gehts zur Parameterbehandlung
6. Wählen Sie den Paramter aus der auf ignorieren gestellt werden soll oder fügen Sie diesen einfach hinzu wenn er nicht bereits automatisch von google gesetzt wurde.
7. Abspeichern und gut!
Google bietet auf dem Google Code Playground Entwicklern ein sehr schickes Tool um mit der Google Api zu spielen und den geschriebenen Code in Echtzeit zu testen – das macht Freude und anhand der Beispiele kann man schnell zum Beispiel sein eigenens kleines Übersetzungsprogramm schreiben welches sogar ganze Sätze übersetzt.
Hier ein Beispiel: der Google Api Translator
Google hat vor einigen Wochen die so genannte personalisierte Suche eingeführt – das schöne daran ist, dass Google die User darüber nicht direkt informiert hat – dies hat bei vielen Webmastern für kurze Zeit zu einem absoluten Stimmungshoch geführt – war ihre eigene Seite (zumindest auf dem eigenen Rechner) für ein paar Tage (bis man die personalisierte Suche wieder ausgeschaltet hat) auf den fordersten Plätzen bei Google zu finden. Was hat sich verändert?
Google speichert die Suchanfragen die ein User stellt in einem Cookie auf dem eigenen Rechner. Die gespeicherten Daten werden nun dazu genutzt dem User schneller zu präsentieren was er wirklich gesucht hat – ein Beispiel:
Ein Webdesigner sucht seine eigene Seite in Google um sein Ranking zu checken. Er gibt also “Webdesign Hamburg” bei google ein. Er bekommt ganz normal die ersten 10 Ergebnisse auf der ersten Ergebnisseite angezeit – er findet seine Seite zum Beispiel auf Platz 4 und klickt darauf – dies merkt sich Google und geht in Zukunft davon aus, dass der User genau diese Seite gesucht hat und wird diese in Zukunft noch weiter oben präsentieren. Eigentlich eine sinnvolle Sache – nur der SEO oder Webmaster der sein Ranking checken will könnte aus dem “personalisierten Ergebnis” Fehlschlüsse ziehen. Weiß man bescheid – alles kein Problem!
Aber – man kann die personalisierte Suche ja auch einfach ausschalten – man muss allerdings zunächst wissen dass es sie gibt und zweitens sollte man wissen wie man sie deaktivieren kann.
Man gehe im nicht bei Google eingelogden Zustand nach einem Suchvorgang oben rechts auf Webprotokoll und schaltet die personalisierte Suche aus. Dies muss man allerdings nach jedem Löschen von Cookies immer wiederholen.
Viel Spaß!